Was die Deutschen derzeit im Schnitt für die Altersvorsorge sparen, reicht nicht aus, um im Alter gut davon Leben zu können“, meint Manfred Knof, Chef der Allianz Deutschland. Wenig überraschend. Allein im ersten Quartal 2017 hat die Allianz rund 2000 Riester-Policen verkauft. Und auch die jüngsten Zahlen zu ruhenden Riester-Verträge lassen aufhorchen.

Private Altersvorsorge bleibt Gebot der Stunde

Obwohl es hinlänglich bekannt sein sollte, dass sich der Staat zunehmend seiner Verantwortung entzieht, reichen die Anstrengungen der Bundesbürger zur privaten Altersvorsorge nach Meinung von Manfred Knof nicht aus. „Man braucht als Rentner idealerweise 60 bis 80 Prozent seines letzten Nettoeinkommens. Derzeit verfügen die Bundesbürger aber nur über 35 bis 40 Prozent“, so Knof.

Die Bundesregierung pflichtet ihm mit Maßnahmen zur Stärkung der privaten Altersvorsorge bei. Diese hat jüngst eigens dafür ein Gesetzespaket beschlossen. Vorgesehen ist darin auch, die jährliche Grundzulage des Staates für die Riester-Förderung anzuheben. Geplant ist eine Anhebung von 154 auf 175 Euro. Das Gesetz könne laut Knop der Sparte einen Schub geben. Ebenso den Riester-Befürwortern.

Jeder fünfte Riester-Vertrag ruhend gestellt

Rund 16,5 Millionen Riester-Verträge gibt es derzeit in Deutschland. Davon sind mehr als drei Millionen ruhend gestellt. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann hervor. Drei Millionen Sparer haben zwar eine Riester-Police abgeschlossen, zahlen aber nichts mehr ein. Für Zimmermann scheint die Riester-Rente damit gescheitert. Diesen voreiligen Schluss ließen in der Vergangenheit viele Politiker zu. Bekanntestes Beispiel: CSU-Vorsitzender Horst Seehofer. Die Meinungen zur Riester-Rente gehen auseinander, und das über alle Ebenen hinweg. Einig ist man sich hingegen darüber, dass das Sicherungsniveau n den kommenden Jahren weiter sinken wird. Ein Rentenkonzept der SPD für den kommenden Bundestagswahlkampf wird bereits erwartet.

Titelbild: ©Allianz Deutschland AG