Die 7. Hauptstadtmesse der FondsFinanz im Estrel Hotel Berlin lockte Ende September 3.600 Fachbesucher aus dem Finanz- und Versicherungsbereich und namhafte Prominenz an die Spree. Vom ehemaligen FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr, der nun für die Allianz Private Krankenkasse tätig ist, über Dirk Müller, alias „Mr. Dax“ bis hin zum Fitness-Helden Detlef Soost. Im Fokus der Hauptstadtmesse stand aber die lebhafte Podiumsdiskussion um die Riester-Rente.

Rund 400 Versicherungsvermittler nahmen an der wohl wichtigsten Messeveranstaltung, moderiert von Dr. Rainer Demski, teil. Trotz Nullzinsphase, unsicheren Renten oder der Wahlkampf 2017: Die Riester-Rente bleibt trotz der öffentlichen Kritik weiterhin eine wichtige und alternativlose Altersvorsorge.

Einen Schlagabtausch lieferten sich dabei die ProRiester-Initiatoren: der ehemalige Bundesarbeitsminister Walter Riester, der Bayerische-Vorstand Martin Gräfer, Riester-Experte Joachim Haid sowie der Verbraucherschützer und Direktor des Instituts für Finanzdienstleistungen, Dirk Ulbricht. Am Ende einer lebendigen Diskussion standen indes innovative Reformvorschläge. Statt unsachlicher Kritik, forderten die Teilnehmer – insbesondere in Zeiten des Wahlkampfes – weniger Populismus und mehr Aufklärung.

Die wichtigsten Statements:

Walter Riester: „Es ist zum Aus-der-Haut-Fahren!“

Walter Riester brachte die politische Debatte um die Altersvorsorge mit einem Satz auf den Punkt: „Es ist zum Aus-der-Haut-Fahren!“ So dienen die divergierenden Meinungen amtierender Politiker, selbst innerhalb der Fraktionen, pünktlich zum kommenden Wahlkampfjahr weder der Sache noch dem Verbraucher, mahnt Riester.

Martin Gräfer: Gegen das Dagegensein

Auch Martin Gräfer forderte von der Politik eine klare Position, die auf sachlicher und weniger auf populistischer Ebene stattfinden solle. Sein Appell an die Versicherungswirtschaft: Lösungen für die private Altersvorsorge zu bieten und mit gutem Beispiel voran zu gehen, wie es das Engagement der Bayerischen bereits mit der Initiative „ProRiester“ beweist.

Dirk Ulbricht: Vertriebe können soziale Probleme nicht lösen

Dirk Ulbricht konterte mit Kritik: „Mit Vertrieb können wir die sozialen Probleme nicht lösen. In der aktuellen Situation fallen 4 bis 6 Millionen Menschen schon jetzt durch das soziale Raster und können so auch keine gescheite Altersvorsorge aufbauen.“

Joachim Haid: Fortführung, Reformen und Argumentationshilfen

Joachim Haid sprach sich für eine Fortführung und schrittweise Reformen aus und lieferte den Beratern im Publikum sachliche Argumentationshilfen: Verschiedene Beispielrechnungen und fachliche Hintergründe sollen die Riester-Rente für den Verbraucher wieder attraktiv machen und auf Erfolgskurs bringen.

Bilder: © Die Bayerische