Die Diskussionen um die zukünftige Finanzierung der gesetzlichen Rente reißen nicht ab. Über die Hälfte aller Befragten rechnet damit, dass ihre Rente im Alter nicht mehr reichen wird und sie ihren Lebensstandard nicht halten können. Zwei von fünf Befragten sind sich deshalb sicher, dass sie im Ruhestand einen Teil ihrer Lebenshaltungskosten aus den eigenen Ersparnissen bestreiten müssen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Deutschen schwarz sehen, wenn es um ihre Zukunft geht. Denn ein Großteil vertraut auf die private Altersvorsorge. Jeder Zweite denkt, er habe privat gut für das Alter vorgesorgt. Das belegen die Ergebnisse aus dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment.

Private Altersvorsorge: Ist sie wirklich nötig?

Die private Altersvorsorge ist endgültig bei den deutschen Sparern angekommen. Drei von vier Befragten vertrauen darauf, die Lücke zwischen dem Erwerbs- und Renteneinkommen im Alter durch ihre private Police zu schließen.

„Die Ergebnisse machen deutlich, dass die meisten Deutschen das Thema Altersvorsorge sehr wohl auf dem Schirm haben und nicht auf die lange Bank schieben“, sagt Giovanni Gay, Geschäftsführer der Union Investment.

Beliebte Altersvorsorge: Riester-Rente

So besitzt jeder Zweite, der privat fürs Alter vorsorgt, einen staatlich geförderten Riester-Vertrag. Die Wahlmöglichkeit unter den verschiedenen Anbietern und Vorsorgeformen sehen die meisten als größten Vorteil der Riester-Rente.

„Die Zahlen zeigen, dass diejenigen, die schon länger riestern, darin durchaus Vorteile sehen und sich nicht durch die häufig geäußerte Kritik an der Riester-Rente beeindrucken lassen“, sagt Gay.

Lieber früh als spät

Insgesamt 69 Prozent der Deutschen wollen sich im Alter von maximal 61 Jahren in den Ruhestand verabschieden. Das gewünschte durchschnittliche Renteneintrittsalter liegt sogar bei 59,9 Jahren. Beinahe ein Unterschied von sieben Jahren zum tatsächlichen durchschnittlichen Ruhestandsalter. Dieses liegt bei 66,3 Jahren.

Titelbild: © Union Investment Gruppe